Was ist eigentlich Keto? *

Keto. Was ist das?

Die Bezeichnung Keto oder ketogene Ernährung ist nicht gerade geläufig. Bestimmt kennen aber viele von euch Low Carb oder Low Carb High Fat. Letzteres kommt der ketogenen Ernährung recht nah. Die ketogene Ernährungsform ist im wesentlichen nur viel strenger ausgerichtet als LCHF.

 

Bei der ketogenen Ernährungsform sollte jeder Tag aus einer Nährstoffaufnahme von 70% Fett, 25% Protein und 5% Kohlenhydraten bestehen. Dabei werden in der Regel zwischen 20 - 30 g Kohlenhydrate pro Tag gegessen.

 

Sie ist somit eine kohlenhydratarme, fettreiche Ernährungsform, die den Körper in eine Fettverbrennungsmaschine verwandelt.

 

Das klingt gut, oder?

Schwierig dabei ist, das es dauerhafter Zustand sein muss. Unser Körper, die faule Socke, kickt einen nämlich sofort wieder aus der Fettverbrennungsmaschine raus, sobald er mehr Kohlenhydrate, Zucker oder auch zu viel Proteine zur Verfügung stehen hat.

 

Aus Kohlenhydraten und Zucker Energie zu produzieren, ist nämlich für ihn um ein vielfaches bequemer. Deshalb sorgt das Schlitzohr auch mit Vorliebe dafür, dass die Kohlenhydrat- und Zucker Zufuhr ein niemals endender Quell ist. Aus Sicht des heutigen Lebensmittelangebots, hat sich unser Körper lediglich einfach und bequem an unser zur Verfügung stehendes Ernährungsangebot angepasst. Blöd nur, dass er hierfür eine Unmenge an zusätzlichem Insulin produzieren muss, damit die Glukose zur Energiefreisetzung auch in unsere Zellen transportiert werden kann.

 

Kohlenhydrate und Zucker sind somit über die Zeit zu seinem Primärlieferanten für die Energiegewinnung geworden. Unser Körper ist sehr trickreich, was die niemals endenden Bezugsquellen angeht. Er quält uns zum Beispiel gezielt mit Heißhungerattacken auf Sweets und industriellem Fastfood. Geben wir nach, ist das für ihn "Heaven". Letztendlich hat das aber bei jedem von uns zur Folge, dass die aufgenommenen Fette einfach nicht mehr im Körper beachtet und benötigt werden. Sie werden schlichtweg zum Speichern in die Ecke geschoben. Quasi für schlimme Zeiten ohne Pasta, Burger und Schokolade. Aber mal Hand aufs Herz, diese Zeiten ohne Pasta & Co. gibt es heute (eigentlich auch zum Glück) nicht mehr wirklich.

 

Jetzt kommt Keto wieder ins Spiel. Durch die extrem starke Reduzierung von Kohlenhydraten und Verzicht auf Zucker zwingen wir den Körper auf die Fette, zur Energiegewinnung, zurückzugreifen. Automatisch führt das zu einer Absenkung des Blutzuckerspiegels, da er nicht mehr wie blöde Insulin produzieren muss, um die Glukose in unsere Zellen zu transportieren.  Ab sofort muss er also auf Fette (selbstverständlich geben wir ihm nur gute Fette) zurückgreifen.

 

Klar, könnte man auch sagen, dann esse ich eben keine Fette mehr. Dann habe ich auch keine Fettreserven gebunkert und alles ist im Lot. Aber so einfach ist das natürlich nicht. Für manche Menschen kann es von Vorteil sein, wenn der Körper auf die Fette zur Energiegewinnung zurück greift.Beispielsweise können möglicherweise dadurch Entzündungen im Körper reduziert werden. Manche Menschen fühlen sich auch einfach nur fitter, wacher und geistig aktiver, ...

 

Keto, Ketonkörper, Ketose & co. Jetzt mal zusammengefasst:


Der Körper produziert mithilfe der ketogenen Ernährungsform sogenannte Ketonkörper. Dafür braucht er die Leber. Deshalb sollte sie fit und gesund sein, da sie bei der ketogenen Ernährung mehr leisten muss als bei einer herkömmlichen Ernährungsform). Ketone (Ketonkörper) werden von nun an als Energielieferanten verwendet. Diesen Vorgang nennt man Ketose. Um in die Ketose zu kommen und auch zu bleiben, braucht der Körper sehr viele gesunde Fette, ein paar Proteine und so wenig wie möglich Kohlenhydrate.


Der Zustand der Ketose ist kein Voodoo oder eine Zauberei, sondern ein ganz natürlicher Prozess, den der Körper automatisch initiiert, um uns zu helfen, wenn die Kohlenhydrat Zufuhr zu niedrig ist. Endziel bei der ketogenen Ernährungsform ist es, den Körper durch das Verhungern von Kohlenhydraten, in einen metabolischen Zustand zu zwingen. Das tut weder weh noch ist es ungewöhnlich .-) unser Körper ist unglaublich anpassungsfähig.


Vorteil der ketogenen Ernährung: Mit optimalen Ketonwerten können wir einen möglichen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit bei zahlreichen Autoimmunerkrankungen, Epilepsie, Bluthochdruck und vieles mehr haben.

 

Möglicherweise steht aber der gesundheitliche Aspekt für den ein oder anderen gar nicht im Vordergrund, sondern es wird Keto gekocht, weil es einfach gut schmeckt, weil der Blähbauch nach dem Essen verschwindet, weil man sich mal etwas Gutes tun will, oder oder oder :-)

 

Gut so :-)

Für meinen Keto Alltag bedeutet das  ...

- keine raffinierte Kohlenhydrate wie Weizen (Brot, Nudeln, Getreide, ...)

- keine Stärke (Kartoffeln, Bohnen, Hülsenfrüchte, ...)

- kein Obst (Pfirsich, Pflaumen, Kirschen, ...), Ausnahmen siehe unten

- kein Mais & co.

- kein Zucker, Honig, Agave, Ahornsirup, ...

- keine Fertigprodukte


- Fleisch - Fisch, Rind, Lamm, Geflügel, Eier, ...

- Salat, Spinat, Grünkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Spargel, ...

- Hartkäse (Vollfett), fettreiche Sahne, Butter, ...

- Nüsse & Samen (Macadamia, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, ...)

- Avocado & Beeren (Himbeeren, Brombeeren & andere Beeren mit geringer glykämischer Wirkung)

- gesunde Fette (Kokosöl, Leinöl, Ghee, Olivenöl. fettreiche Saucen, gesättigte Fette, ...


 

Mehr Infos über Lebensmittel/meine Speisekammer findet ihr hier ...

* Dieser Artikel ist keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Definition. Ich drücke lediglich in meinen Worten aus, was für mich Keto ist und wie ich damit umgehe.



Wie sehen eure Erfahrungen aus? Wie geht ihr an die ketogene Ernährung ran?

Schreibt mir gerne eine persönliche Nachricht an post@kerstins-keto.de oder hinterlasst hier unten ein Kommentar. Ich freue mich auf den Keto-Austausch! Eure Kerstin