Reset für Körper und Kopf

Kerstins Keto Wasserfasten Reset für Körper und Kopf, Kerstin Günther-Bauer

Mein Körper (also ich) hat sich in den letzten Wochen ein paar Extras gegönnt. Ein Urlaub hier, eine Essenseinladung dort, mit Freunden unterwegs sein und schon schleichen sich Gewohnheiten ein, die ich eigentlich längst hinter mir gelassen hatte.

Für mich ist das kein Drama, sondern einfach das Zeichen, mal wieder den Resetknopf zu drücken. Also gab es ein paar Tage Wasserfasten.

Ich mache das nicht, um möglichst schnell ein paar Kilo zu verlieren. Mich reizt vielmehr das, was im Körper passiert, wenn er einmal nicht rund um die Uhr mit Verdauen beschäftigt ist. Alte oder beschädigte Zellen werden abgebaut, ausgediente Mitochondrien entsorgt und Platz für Neues geschaffen. Autophagie wird dieser Prozess genannt. Ich stelle mir das immer wie einen gründlichen Hausputz vor. Erst wird ausgemistet, dann kann wieder Ordnung einkehren.

So sehr ich diese Fastenphasen schätze, eines ist für mich dabei besonders wichtig: Ich höre auf meinen Körper. Nicht auf einen Kalender und auch nicht auf irgendeinen Plan.

Eigentlich hatte ich mir ein paar Tage mehr vorgenommen. Mein Kreislauf hat diesmal allerdings deutlich früher signalisiert, dass es reicht. Selbst Elektrolyte konnten daran nichts mehr ändern. Also habe ich das Fasten beendet. Früher hätte ich mich vermutlich noch durchgebissen. Heute weiß ich, dass Vernunft manchmal die bessere Entscheidung ist.

Seitdem gibt es bei mir ketogene Schonkost. Leicht verdaulich, nährstoffreich und genau das, was mein Körper jetzt braucht. Und ich merke schon nach kurzer Zeit, wie gut mir dieser Neustart tut. Ich fühle mich fit, der Kopf ist klar und ich habe wieder richtig Lust, neue Rezepte auszuprobieren und Projekte anzugehen.

Genau deshalb gehören solche Fastentage für mich inzwischen gelegentlich dazu. Auch ich lebe nicht jeden Tag des Jahres konsequent ketogen. Das Leben findet schließlich nicht nur zu Hause statt. Da gibt es Urlaube, Geburtstage, Restaurantbesuche oder Einladungen bei Freunden. Und das ist auch völlig in Ordnung.

Ich merke allerdings, wie schnell aus einer Ausnahme wieder eine Gewohnheit werden kann. Genau an diesem Punkt hilft mir das Fasten. Es setzt meinen Kopf zurück auf Anfang und erleichtert meinem Körper gleichzeitig den Wiedereinstieg in die Ketose. Die Bildung von Ketonkörpern läuft schneller wieder an und ich finde erstaunlich leicht in meinen gewohnten Rhythmus zurück.

Das ist mein persönlicher Weg. Nicht als Empfehlung für jeden und schon gar nicht als Wettbewerb, wer am längsten durchhält. Fasten ist nicht für jeden geeignet und sollte immer mit gesundem Menschenverstand erfolgen. Wer dabei gegen seinen Körper arbeitet, verfehlt aus meiner Sicht den eigentlichen Sinn.

Für mich bedeutet Wasserfasten deshalb vor allem eines: innehalten, auf den eigenen Körper hören und ihm von Zeit zu Zeit die Gelegenheit geben, einmal gründlich aufzuräumen. Danach fühlt sich der Neustart jedes Mal ein bisschen leichter an.

 

Alles Liebe

Kerstin

 

❤️ Denk immer dran: Essen ist ein Bedürfnis, Genießen eine Kunst! ❤️

Francois de la Rochefoucauld


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Schreibe mir gerne eine persönliche Nachricht an [email protected] oder hinterlasse mir hier unten ein Kommentar. Viel Spaß beim genußvollem Keto- Kochen & Backen! Deine Kerstin

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